Zum 75. Geburtstag würdigt Lauscha das Schaffen des Glaskünstlers Albrecht Greiner-Mai Wege eines lebenslang "Suchenden"
VON THOMAS SCHWÄMMLEIN
LAUSCHA – Mit einem Rekordbesuch fiel am Sonntag der Startschuss für die neue Sonderausstellung zum Schaffen des Lauschaer Glaskünstlers Albrecht Greiner-Mai im Museum für Glaskunst.
Es war eng geworden, als die Zeit der Ausstellungseröffnung heranreichte. Der Anlass ließ dies bereits im Vorfeld ahnen, denn Albrecht Greiner-Mai ist einer der markanten Vertreter dessen, was man Lauschaer Glaskunst nennt. Zum 75. Geburtstag des in Lauscha lebenden Künstlers kann man nun im Museum einen sehr umfangreichen Querschnitt durch sein Schaffen besichtigen.
- Einen „Suchenden“ nannten Bürgermeister Norbert Zitzmann (pl.) und Museumsleiter Günter Schlüter den Glaskünstler. „Ich habe ein Leben lang gesucht... nach diesem und nach jenem“, sagte Greiner-Mai über Greiner-Mai. „Aber er hat auch gefunden“, sagte Schlüter. Gefunden habe er neue Wege in der künstlerischen Gestaltung des Glases.

Die neue Ausstellung zeigt einen Teil dieser Wege und dieser neuen Techniken auf. Die Lauschaer setzen damit auch einen neuen Akzent für die weitere Profilierung des Museums. „Wir möchten künftig die Glaskunst wieder in den Vordergrund stellen“, bemerkte gegenüber Freies Wort Antje Vanhoefen, die das Museum in fachlichen Fragen berät.
- Gemeinsam mit Schlüter hatte die Kunsthistorikerin auch die Künstlermonographie zum Schaffen Greiner-Mais verfasst. Die gut ausgestattete, 64-seitige Publikation setzt ebenso wie die Ausstellung neue Akzente. Für die beiden Museumsleute glich die Arbeit an der Publikation allerdings einem Kraftakt. Günter Schlüter sprach gar von einer „Rallye“, die man zu absolvieren gehabt hätte. Allerdings überzeugt auch das Ergebnis. Die gut ausgestattete Publikation nähert sich dem Künstler wie dem Menschen Greiner-Mai auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Die Autoren lassen den Künstler selbst zu Wort kommen, analysieren sein Werk und bieten mit der Auswertung einer Unmenge von Katalogen zugleich ein Maximum an Werkdokumentation.
Beides – Ausstellung wie Publikation – hatte am Sonntag Premiere und Greiner-Mai hatte alle Hände voll zu tun, den zahlreichen Autogrammwünschen nachzukommen. Er tat dies in der für den Menschen Greiner-Mai üblichen Sachlichkeit und Bescheidenheit.
- Er lässt lieber die typischen Greiner-Mais aus Glas – so Schlüter über den Glaskünstler – für sich sprechen. Und die sind bis zum 8. Juli in konzentrierter Form in der aktuellen Sonderausstellung im Lauschaer Museum zu sehen.

Dankesworte des Künstlers an die Gestalter der Ausstellung und der Publikation
- Albrecht Greiner-Mai, Bianca Bley, Günter Schlüter, Antje Vanhoefen (vlnr)
Die Werkausstellung zu Albrecht Greiner-Mais 75. Geburtstag war ein großer Erfolg, deshalb ging das Museum für Glaskunst mit den Werken von Albrecht Greiner-Mai "auf Tournee".
Erste Station war Erfurt.
- Als Dank an unseren Sponsoren E.ON Thüringer Energie AG präsentierten wir die Ausstellung in der Schwerborner Straße, dem Hauptsitz des Unternehmens.
Zweite Station war Weimar.
Im Gebäude der Thüringer Netkom GmbH ist die Ausstellung noch bis 13.12.2007 in der Schwanseestraße zu sehen.
Das Foto zeigt einen Ausschnitt dieser Ausstellung.
Dritte und vorerst letzte Station wird Schleusingen.
Der Künstlerhof "Roter Ochse"
Elisabethstraße 8-10
98553 Schleusingen
zeigt die Werke von Albrecht Greiner-Mai ab 15.12.2007
Ausstellungseröffnung: 15.12.07 19.00 Uhr.


